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Clickdummy

Ein Clickdummy ist ein klickbarer Prototyp, der Aufbau und Bedienlogik einer Website, Software oder App sichtbar macht. So lassen sich Navigation und zentrale Abläufe testen und Anforderungen früh klären, bevor tatsächliche Entwicklungsarbeit beginnt.

Was ist ein Clickdummy?

Ein Clickdummy ist ein interaktiver, aber technisch nicht funktionaler Prototyp, der die spätere Benutzeroberfläche eines digitalen Produkts nachbildet. Er zeigt typischerweise Screens, Seiten oder Masken und macht die Navigation per Klick erlebbar; Inhalte sind häufig vereinfacht (z. B. Platzhaltertexte), während Struktur, Menüs und Nutzerführung möglichst realistisch wirken. Unternehmen nutzen Clickdummys, um Ideen zu visualisieren, Anforderungen abzustimmen und früh Feedback von Stakeholdern oder Testnutzenden einzuholen. So entsteht schneller Klarheit darüber, wie ein digitales Produkt später funktionieren und aussehen soll.

Wie funktioniert ein Clickdummy?

Ein Clickdummy besteht aus mehreren verknüpften Ansichten. Jede Ansicht stellt eine Seite oder Maske dar, etwa die Startseite, Log-in, Warenkorb oder ein Formular auf einer Website. Über definierte Klickflächen (z. B. Buttons, Menüpunkte oder Icons) führt der Dummy zur nächsten Ansicht. So entsteht ein nachvollziehbarer Ablauf, der sich wie eine echte Anwendung anfühlt, aber ohne dass eine Datenverarbeitung oder Backend-Logik vorhanden ist.

In der Praxis erstellen Teams Clickdummys häufig mit Design- und Prototyping-Tools (z. B. Figma, Adobe XD, Axure). Typischer Ablauf:

  1. Struktur festlegen (Seiten, Funktionen, Navigationslogik)
  2. Oberflächen entwerfen (Wireframes oder Designs)
  3. Klickpfade verknüpfen (Buttons, Links, Übergänge)
  4. Testen und anpassen (Feedback aus Fachbereich, Vertrieb, Kunden oder IT)

Ein Clickdummy steht zwischen Design und Entwicklung, er ersetzt keine echte Software, sondern stellt eine Zwischenstufe dar. So ist es möglich, frühzeitig und mit geringem Aufwand die Nutzerführung und die Prozesslogik zu testen.

Vorteile von Clickdummys

Ein Clickdummy bringt Unternehmen vor allem in frühen Projektphasen klare Vorteile:

Bessere Abstimmung und weniger Missverständnisse

  • Anforderungen werden sichtbar und konkret
  • Stakeholder sprechen über dasselbe „Produktbild“ statt über Interpretationen

Schnellere Entscheidungen

  • Teams prüfen Klickwege und Inhalte frühzeitig im Projekt
  • Änderungen lassen sich kostengünstig umsetzen, bevor Entwicklungskosten entstehen

Optimierung der Nutzerfreundlichkeit

  • Tests mit Mitarbeitenden oder Kunden decken Stolperstellen in der Bedienung auf
  • Nutzerführung und Informationsstruktur lassen sich gezielt vor dem Go-live verbessern

Effizientere Entwicklung

  • Das Entwicklungsteam erhält klarere Vorgaben und es gibt weniger Nachbesserungsschleifen
  • Gesamtumfang, Prioritäten und MVP lassen sich besser planen

Nachteile von Clickdummy

Ein Clickdummy hat Grenzen, die im Projekt berücksichtigt werden sollten:

Risiko falscher Erwartungen

  • Ein sehr realistischer Clickdummy kann den Eindruck erwecken, das Produkt sei „fast fertig“, obwohl noch viel Entwicklungsarbeit aussteht

Zusätzlicher Aufwand

  • Die Erstellung kostet Zeit, besonders bei vielen Varianten und Detailgraden
  • Ohne klare Ziele kann der Clickdummy zu umfangreich werden

Anwendungsbereiche eines Clickdummy

Clickdummys eignen sich für viele Digitalprojekte, besonders wenn Prozesse neu gedacht oder Systeme ersetzt werden:

  • Websites und Online-Shops: z. B. für Navigation, Seitenstruktur, Checkout-Ablauf
  • Interne Tools und Portale: z. B. für Formulare, Freigabeprozesse, Dashboards
  • Apps und Kundenportale: z. B. für Log-in, Self-Service-Funktionen, Nutzerführung

Beispiele: ein klickbarer Prototyp für ein Kundenportal, ein Bestellprozess im B2B-Shop oder ein internes Ticket-System für Serviceanfragen.

Abgrenzung zu Wireframe und Mockup

Ein Wireframe zeigt meist nur die grobe Struktur und Anordnung von Elementen, häufig als einfache Skizze ohne Design und ohne Interaktivität. Ein Mockup bildet das visuelle Design statisch und detailliert ab, dient also vor allem der Darstellung von Look & Feel. Ein Clickdummy verbindet mehrere Ansichten, macht Abläufe klickbar und simuliert Nutzerflüsse.