Muster im Hintergrund

KI strategisch verankern: Aufbau des AI Competence Centers in der GEDIA Automotive Group

GEDIA hat Künstliche Intelligenz von Beginn an nicht als isolierte Einzellösung oder reines IT-Thema verstanden, sondern als strategisches Organisations- und Transformationsthema. 

2025
-
2025
Umsetzung

Organisationsentwicklung

Art

Attendorn

Ort

Jana Finke +19

Projektbeteiligte

Schatten

KI strategisch verankern - das AI Competence Center von GEDIA

Nicht Tools, sondern Strukturen machen den Unterschied
PITCH
Warum KI eine Führungsfrage ist

GEDIA zeigt, wie ein mittelständisches Industrieunternehmen KI richtig angeht: nicht mit einem einzelnen Pilotprojekt oder einem teuren Tool, sondern mit einem strategischen Organisationsansatz. Das AI Competence Center bündelt Know-how, steuert Projekte zentral und sorgt dafür, dass KI dort eingesetzt wird, wo sie echten Nutzen stiftet.

FAKTEN
Das macht GEDIAs Ansatz besonders
  • Zentrales AI Competence Center als strategische Anlaufstelle für alle KI-Themen
  • Fachbereichsübergreifendes Team statt reines IT-Projekt
  • Changemanagement als zentraler Erfolgsfaktor
  • Start-up-Mentalität: Ausprobieren, lernen, anpassen

Ziel des Projekts war es, die Voraussetzungen für einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der GEDIA Automotive Group zu schaffen. Jana Finke, Leiterin des AI Competence Center, war dabei wichtig, KI nicht als Sammlung einzelner Technologien oder als reines IT-Thema zu behandeln, sondern als strategisches Organisations- und Transformationsthema zu verstehen. Entsprechend ist sie bewusst nicht lösungs- oder toolgetrieben vorgegangen, sondern hat zunächst den organisatorischen Rahmen in den Mittelpunkt gestellt.

Im Fokus stand der Aufbau belastbarer Grundlagen: klare Entscheidungs- und Priorisierungsprozesse, gezielter Kompetenzaufbau sowie die bewusste Auseinandersetzung mit organisatorischen, regulatorischen und ethischen Rahmenbedingungen. Ein zentrales Anliegen war es, internes KI-Know-how aufzubauen, um fundiert entscheiden zu können, wo KI tatsächlich einen Mehrwert bietet – und wo bewährte, klassische Ansätze effizienter sind. Diese Differenzierungsfähigkeit war entscheidend, um Akzeptanz im Unternehmen zu schaffen und Fehlentwicklungen frühzeitig zu vermeiden. KI sollte daher kein Selbstzweck sein, sondern gezielt dort eingesetzt werden, wo sie Nutzen für Organisation und Fachbereiche stiftet.

Als zentrale Anlaufstelle für KI-bezogene Fragestellungen hat Leiterin Jana Finke gemeinsam mit einem fachbereichsübergreifenden Team das AI Competence Center aufgebaut. In enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen wurden konkrete Bedarfe aufgenommen, gemeinsam priorisiert und in bedarfsgerechte KI-Initiativen übersetzt. Erste Anwendungsfälle konnten erfolgreich umgesetzt werden; die gewonnenen Erkenntnisse flossen kontinuierlich in Standards, Leitplanken und Best Practices ein. Parallel dazu diente das Competence Center als Raum für Austausch, Lernen und gemeinsame Weiterentwicklung.

Geleitet wurde Jana Finke dabei von ihrer Überzeugung, dass eine erfolgreiche Einführung von KI weniger eine technologische als vielmehr eine Führungs- und Kulturfrage ist. Mit dem AI Competence Center wurde so eine tragfähige Grundlage für einen verantwortungsvollen, skalierbaren und langfristig wirksamen Einsatz von KI bei GEDIA geschaffen.

Hier erfährst du alles relevante über den Ablauf und die Projektphasen!

Bevor einzelne KI-Tools evaluiert werden, sollte zunächst die strategische Ausgangslage geklärt werden: Welche Herausforderungen hat das Unternehmen? Wo könnten datengetriebene Ansätze einen echten Mehrwert schaffen? Bei GEDIA war es wichtig, KI nicht als Technologiethema, sondern als Organisations- und Transformationsthema zu verstehen.

Wichtig: Nicht lösungs- oder toolgetrieben vorgehen, sondern zuerst den organisatorischen Rahmen klären. Kläre auch, ob genügend Datengrundlagen vorhanden sind – manchmal müssen erst Bilder gelabelt oder Prozessdaten aufbereitet werden, bevor KI sinnvoll eingesetzt werden kann.

Screenshot AI Portal GEDIA
Team Struktur des AI Competence Centers
Team Aktivitäten des AI Competence Centers

Das Team

Getragen wurde das Projekt von einem internationalen und fachbereichsübergreifenden Team. Insgesamt 19 Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen und Hierarchieebenen brachten unter der Leitung von Jana Finke ihre Perspektiven ein und ermöglichten so eine ganzheitliche Betrachtung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmenskontext – weit über eine rein technische Sicht hinaus. 

Die Zusammenarbeit war geprägt von Offenheit, gegenseitigem Vertrauen und einer pragmatischen Herangehensweise. Unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen wurden bewusst zugelassen und als Bereicherung genutzt. Ein besonderer Erfolgsfaktor war das hohe Maß an Eigeninitiative und Lernbereitschaft: Die Teammitglieder engagierten sich zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben und brachten sich aktiv mit Ideen, Fragestellungen und Feedback ein. 

Durch diesen kontinuierlichen Dialog zwischen IT, Fachbereichen und Organisation konnten tragfähige Grundlagen geschaffen und erste KI-Initiativen erfolgreich umgesetzt werden und weitere sind bereits in Arbeit.

AI Competence Team GEDIA
Jana Finke

Leitung

Jana Finke