
Drohnenvermessung im Bauunternehmen Franz Trippe
Die Franz Trippe GmbH aus Schmallenberg vermisst Baustellen und Steinbrüche jetzt aus der Luft: Mit einer DJI Mavic 3 Enterprise und der Datenplattform Trimble Stratus wurde ein 26 Hektar großer Steinbruch in eineinhalb Stunden erfasst, statt in mehreren Tagen. Über 40 Flüge in vier Monaten zeigen: Drohnenvermessung lohnt sich auch für kleinere Projekte.
Bauvermessung
Art
Schmallenberg
Ort
Benedikt Schauerte +1
Projektbeteiligte

Franz Trippe GmbH – Drohnenvermessung im Hoch- und Tiefbau
Konventionelle Vermessung in unwegsamem Gelände mit hohen Böschungen oder in Steinbrüchen ist nicht nur zeitaufwändig, sondern birgt auch hohe Unfallrisiken. Die Franz Trippe GmbH aus dem hochsauerländischen Schmallenberg hat dieses Problem gelöst: Mit einer DJI Mavic 3 Enterprise und der Datenplattform Trimble Stratus vermisst das Bauunternehmen seine Baustellen jetzt aus der Luft – von großen Steinbrüchen bis zu kleinen Erdmaterial-Mieten.
Das Ergebnis: Ein 26 Hektar großer Steinbruch, der konventionell mehrere Tage Aufmaß erfordert hätte, wurde in eineinhalb Stunden beflogen. Über 2.800 Bilder wurden zu einer hochpräzisen Punktwolke verarbeitet, die bereits nach wenigen Stunden zur Verfügung stand. Vier Monate nach Anschaffung hat das Team über 40 Flüge absolviert.
- 7 Mitarbeiter mit EU-Fernpilotenzeugnis der Kategorie A2 ausgebildet
- 26 Hektar Steinbruch in 1,5 Stunden vermessen statt in mehreren Tagen
- Über 2.800 Bilder pro Flug – verarbeitet zu hochpräzisen Punktwolken
- Über 40 Flüge in nur 4 Monaten nach Einführung
- Alle Bauleiter haben Zugriff auf die Trimble Stratus Plattform
- Ausgewertete Daten werden von Auftraggebern und Kommunen für die Abrechnung anerkannt
- Einsatz auch bei kleinen Projekten – z.B. Erdmaterial-Mieten für Nahversorgungszentren
- Komplett digitalisierte Prozesskette: Vermessung – Maschinensteuerung – Abrechnung
Das Bauunternehmen Franz Trippe GmbH aus dem hochsauerländischen Schmallenberg deckt mit über 100 Mitarbeitern ein breites Spektrum vom Erd- und Tiefbau über den Straßenbau bis zum Landschaftsbau ab. Hinzu kommt die Entwicklung von Gewerbe- und Wohnbauflächen inklusive Erschließung. Als zukunftsorientiertes Unternehmen hat die Franz Trippe GmbH schon früh mit der Digitalisierung der Bauprozesse begonnen. Heute sind sämtliche Arbeitsschritte komplett digital integriert – von der Vermessung mit Trimble Tachymetern und GNSS-Rovern über die Umsetzung mit Trimble Earthworks Maschinensteuerungen bis zur Abrechnung.
Als weiterer Baustein kam die Drohnenvermessung hinzu, um auch die Bauvermessung und Datenauswertung noch effizienter zu gestalten. Nach einer zweitägigen In-House-Schulung durch die Fa. Rotorkonzept legten insgesamt 7 Mitarbeiter die Prüfung über das EU-Fernpilotenzeugnis der Kategorie A2 erfolgreich ab. Neben dem theoretischen Anteil ging es im Praxisteil darum, die Steuerung der neu angeschafften Drohne DJI Mavic 3 Enterprise kennenzulernen und erste Flugmanöver zu absolvieren.
In einem darauffolgenden Termin mit Kundenberater Carsten Pella von SITECH Deutschland gab es eine Einführung in die Datenplattform Trimble Stratus. Die Plattform wertet die Luftbilder der Drohne aus und dient der Verarbeitung von Geländeaufnahmen, der Erstellung von digitalen Geländemodellen und zur Überprüfung des Baufortschritts. Alle Bauleiter der Firma haben Zugriff und können schnell und präzise Flächen, Volumen oder Entfernungen für die Abrechnungen ermitteln. Ein weiterer Vorteil: Allen Projektbeteiligten kann ein Zugriff auf die Baumaßnahme gewährt werden. Die ausgewerteten Daten werden mittlerweile auch von einigen Auftraggebern und Kommunen für die Abrechnung anerkannt.
Kürzlich hatte das Vermessungsteam einen Steinbruch für Haldenaufmaße und zur Bewertung von Materialbeständen aufgenommen. Das Gelände war ca. 26 Hektar groß und durch große Höhenunterschiede und Felsformationen gekennzeichnet. Die Befliegung mit der Drohne dauerte ca. eineinhalb Stunden – inklusive Einmessen des Bodenpunkts mit dem Rover. Beim konventionellen Aufmaß hätte man mit einem Aufwand von mehreren Tagen rechnen müssen. Während des Flugs wurden über 2.800 Bilder aufgenommen, die mit dem Trimble Stratus Service zu einer Punktwolke in hoher Qualität aufbereitet wurden. Die Daten standen bereits nach wenigen Stunden zur Verfügung.
Drohnenvermessung lohnt sich auch bei kleinen Projekten
Die Drohnenvermessung spielt natürlich im unwegsamen Gelände des Sauerlands ihre Stärken aus. Aber auch bei kleinen Projekten ist die Vermessung aus der Luft deutlich schneller. Ein Beispiel ist die Entwicklung eines Nahversorgungszentrums, bei dem das Erdmaterial zu Mieten mit unterschiedlichen Deponieklassen zusammengeschoben wurde. Die Mieten wurden mit der Drohne beflogen, die Punktwolke konnte direkt für die Abrechnung genutzt werden.
Der Vorteil ist nicht nur die schnelle Vermessung, sondern auch das dabei entstehende Orthofoto – eine Aufnahme, bei der das Luftbild verzerrungsfrei und maßstabsgetreu die Oberfläche wiedergibt. So nutzt die Firma Trippe die Drohne nicht nur für Abrechnungszwecke, sondern auch für die Angebotserstellung und Planung neuer Baumaßnahmen.
Hier erfährst du alles relevante über den Ablauf und die Projektphasen!
Die Franz Trippe GmbH erkannte, dass trotz bereits komplett digitalisierter Bauprozesse die Vermessung im Gelände ein Engpass blieb – besonders in unzugänglichem, unwegsamem Gelände mit hohen Böschungen oder in Steinbrüchen.
Wichtig: Prüfe, wo in deinem Betrieb konventionelle Vermessung besonders zeitaufwändig oder riskant ist. Dort liegt das größte Potenzial für Drohneneinsatz.
Das Team
Digitalisierung als Teamleistung
Die Franz Trippe GmbH wurde 1972 gegründet. Bau und Bauen sind seit über 50 Jahren die Leidenschaft des Unternehmens. Gestartet im Wald mit Wegebaumaßnahmen, ist es heute ein kompetenter Partner in allen Bereichen des Straßen-, Tief- und Landschaftsbaus, im Baustoffrecycling sowie bei der Erschließung und Baureifmachung von privaten und gewerblichen Baugrundstücken.
Über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Bauablauf, von der Planung bis zur Fertigstellung. Regelmäßige Schulung, Aus- und Weiterbildung, moderne Technik und ein Maschinenpark, der allen Ansprüchen gerecht wird, sind die Grundlage für beste Ergebnisse bei Funktionalität und Qualität.
Die Einführung der Drohnenvermessung war ein internes Projekt. Projektbeteiligte waren der Vermesser und Bauleiter Benedikt Schauerte sowie Projektleiter und Prokurist Nils Hochstein. Sie treiben den Einsatz im Tagesgeschäft voran und haben die Drohnenvermessung innerhalb von nur vier Monaten als festen Bestandteil der Arbeitsabläufe etabliert. Insgesamt 7 Mitarbeiter aus dem Bereich Vermessung und Bauleitung haben sich in einer zweitägigen Schulung für den professionellen Drohneneinsatz qualifiziert und das EU-Fernpilotenzeugnis der Kategorie A2 erworben.
Unterstützt wurde das Team durch die Fa. Rotorkonzept, die die Schulung und Prüfungsvorbereitung durchführte, sowie durch Carsten Pella von SITECH Deutschland, der die Einführung in die Datenplattform Trimble Stratus übernahm. Die Zusammenarbeit zwischen erfahrenem Bauunternehmen, Schulungsanbieter und Technologiepartner zeigt, wie ein mittelständisches Unternehmen mit den richtigen Partnern schnell und pragmatisch neue digitale Werkzeuge einführen kann.
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